Deutsutaku

Zynisch über Manga, Anime und das ganze Otaku-Zeug!

Yozakura Quartet Band 1 Cover

Yozakura Quartet (Mangareview)

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Auf der Suche nach einem tollen Herbstanime bin ich über dieses seltsame Ding gestolpert, das sich Yozakura Quartet: Hana no Uta nennt (Deutschsub übrigens von NanaOne und Panda-Square). Noch vor dem Opening war ich gehookt und danach wurde es nicht besser: Ich fand bereits die erste Folge großartig (der Anime ist übrigens noch nicht reviewed, weil sich NanaOne und Panda-Square mal wieder Zeit lassen. Aber solange die Qualität gut ist, kann ich damit leben).

Kurz darauf habe ich mich auf die Suche nach dem Manga gemacht und durfte feststellen, dass es a.) keine deutsche Übersetzung gibt (womit ich leben kann) und b.) der englische Manga nicht mehr weiterübersetzt wird (was schon wesentlich mehr wehtut). Also habe ich mein großartiges Windows-Tablet genommen und den Manga einfach runtergeladen. Und ich muss sagen: Noch besser!

Achtung, Spoiler voraus.

Yozakura Quartet handelt von einer kleinen Stadt, die eine wichtige Besonderheit hat: In ihr leben Menschen und Youkai (das sind diese Monster, die aus der japanischen Mythologie abgeleitet sind … Vertraut da lieber nicht mir sondern sucht es selbst mit der Suchmaschine eurer Wahl) friedlich miteinander. Der Grund dafür ist, dass die Youkai in ihre eigene Welt zurück müssen, dafür aber die Hilfe einer einzigen Menschenfamilie, der Hiizumi-Familie, benötigen. Da das Senden in die andere Welt aber ein ziemlich schwieriges Unterfangen ist, wurden um die Stadt besondere Kirschbäume, die Nanagou, gepflanzt, die das Senden erleichtern (für Details lest den Manga :P).

Ungefähr zu Beginn des Mangas stehen die Bewohner vor einem Problem: Bald werden die Bäume anfangen zu blühen und die Welten der Menschen und der Youkai werden sich vereinen. Da das vermutlich ein riesiges Chaos hervorrufen wird (und allgemein recht ungesund ist – warum erfahrt ihr im Manga), versuchen die Hauptcharaktere einen Weg zu finden, um das zu verhindern.

Tadaaaaaa, Auftritt der Charaktere😉

Neben unheimlich vielen wichtigen Charakteren werden die größten Rollen von Hime, der sechzehnjährigen Bürgermeisterin der Stadt (yep) und Akina Hizumii, den letzten Nachkommen der Hizumi-Familie und Leiter des Büros für Lebensberatung, das die Organisation der Youkai übernimmt dargestellt. Ebenfalls im Büro arbeiten Ao, ein junges Youkai-Mädchen mit der Fähigkeit, Gedanken zu lesen und zu steuern und Kotoha ein gefallener Mensch (was ungefähr ein Halbyoukai ist), die mit ihrer Kotodama Dinge durch ihre Stimme beschwören kann.

Neben den vier (die das Yozakura Quartet bilden) gibt es noch das Geschwisterpaar Kyosuke und Touka, die beide als Oni-Youkais in die Stadt gekommen sind und sich jetzt dort nützlich machen. Es gibt aber noch so viele Charaktere mit recht tiefen Hintergründen, die ich jetzt gar nicht aufzählen möchte😉.

Spoiler sind hier übrigens zuende

Die Story ist keine besonders komplexe, aber es macht Spaß, ihr zu folgen. Der Verlauf ist ungefähr immer der gleiche: Mal gibt es einen Kampf mit einem Antagonisten (der sich erstaunlich häufig danach als Freund anbietet), dann gibt es wieder ein paar Kapitel die die Hintergründe der Geschichte und der Charaktere aufdecken, dann geht’s wieder von vorne los … erinnert mich stark an die Index-Novels.

Trotz des einfachen Musters ist die Geschichte interessant, kann manchmal aber für Verwirrung sorgen: Ganz besonders die Nebenkapitel (die eher relevant sind als die Kämpfe, aber ich nenne sie trotzdem mal Nebenkapitel) haben von Zeit zu Zeit die Angewohnheit, parallel abzulaufen, was man manchmal erst am Ende des zweiten Kapitels bemerkt. Das wurde übrigens auch (zumindest in den Hana no Uta) Anime übertragen, dort fällt es allerdings nicht sehr stark auf.

Die Charaktere haben eine recht erstaunliche Tiefe, wenn man bedenkt, wie viele es davon gibt und wie viele man sich merken muss. Man erhält zwar keine lange Biographie, in der alles über den Charakter drin steht, aber man erfährt schon recht kompakt, was die Leute bewegt und wie sie zu den anderen Menschen und der Vergangenheit stehen. Ganz besonders wenn man mal spät abends noch ein oder zwei Kapitel liest, obwohl man schon halb schläft können da oft mal wichtige Informationen verloren gehen, da die Geschichten gut komprimiert sind.

Der Zeichenstil ist schön. Ich kenn mich damit halt nicht aus also kann ich es nicht wirklich bewerten.

Was einem sowohl im Anime als auch ganz stark im Manga auffällt: Die sind zum großen Teil ziemlich pervers. Da gibt es den Landgott, der bei fast allen Auftritten nur noch liegend aus dem Panel geschafft wird, weil er irgendwelche Brüste begrapscht hat und deswegen halbtot geschlagen wird, oder andere Charaktere wie eine Forscherin des Senats, die auch gerne mal die Beine der schlafenden Landgöttin spreizt, um sie genauer untersuchen zu können (nein, die Göttin trägt keine Hose, sondern wie alle anderen auch einen ziemlich knappen Rock). Ich kann verstehen, dass das nicht jedem gefällt und auch mir geht es bisweilen ziemlich auf den Senkel, aber man kann sich daran gewöhnen.

Ich habe mittlerweile alle 72 Kapitel, die auf einschlägigen Scanlationseiten veröffentlicht wurden, gelesen und gebe zu, dass ich den Manga auch noch kaufen würde, wenn er in Deutschland erscheinen würde (oder in England weitergeführt wird, was ich nicht glaube). Für diesen Manga gibt es von mir definitiv eine Leseempfehlung. Er ist übrigens auch in Japan noch nicht abgeschlossen und läuft regelmäßig weiter.

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