Deutsutaku

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Random Saya no Uta

Saya no Uta

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Endlich schaffe ich es mal, wieder eine längere (jk, sie war nicht lang) VN durchzuspielen, und dann darf ich nicht mal Bilder posten, weil die gegen die Regeln von WordPress verstoßen. Ach du blöde Welt ;-;. Letztendlich hat mich die Review fast doppelt so viel Zeit gekostet, und das nur, weil ich es dauernd aufgeschoben habe. Also! Lolicons und Gore-Freunde vor!

Das Cover des Spiels.

Das Cover des Spiels.

Wie immer wusste ich nicht so genau, worauf ich mich da einlasse. Einfach die JAST-Übersetzung geholt, installiert und das Außergewöhnliche getan: Das Manual gelesen. Ja, ich weiß, das ist genauso schlimm wie Lizenzbedingungen zu lesen (und zu verstehen!) aber ich war gerade sehr motiviert. Das erste was ich sehe:

Alle Charaktere dieses Spiels sind über 18 Jahre alt.

Anscheinend sind die Charaktere doch jünger als geahnt. Ob ich das nun gut oder schlecht fand, sei mal dahingestellt.

Saya no Uta, bzw in der englischen Variante Song of Saya oder auch Saya’s Song, handelt von Furinomi Sakisaka, einem Medizinstudenten, der nach einem Autounfall an einer seltsamen Art der Agnosie (hier hat mir WIkipedia geholfen, ich geb’s ja zu) leidet. Durch den Unfall hat er nicht nur seine Eltern verloren, er sieht seine Umgebung auch nur noch als eine Horrorwelt, voll mit ekelerregenden Gore-Monstern. Er kann die Realität nicht mehr erkennen, sondern sieht nur noch Fleischwände und ähnliches.

Da er befürchtet, als psychisch krank dargestellt zu werden, erzählt er weder den Ärzten, noch seinen Studienfreunden von seinen Wahnvorstellungen. Alleine hält er diesen Zustand aber nicht aus, weshalb er darüber nachdenkt, Selbstmord zu begehen. Plötzlich taucht allerdings Saya auf, ein kleines Mädchen, das er trotz allem normal sieht. Da er keine Angst vor ihr hat, besucht Saya ihn seither in jeder Nacht in seinem Krankenhauszimmer. Als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, zieht Saya mit ihm in seine Wohnung, in der er nun nicht mehr alleine lebt.

Trotz seiner Versuche, so zu tun, als ob alles normal wäre, bemerken die Freunde von Fuminori natürlich, dass etwas nicht stimmt, denn er kann nicht mehr normal mit ihnen reden und verbringt letztendlich auch weniger Zeit mit ihnen, da er bedingt durch seinen Zustand andere Menschen außer Saya nicht mehr ertragen kann.

Spoiler Anfang

Als seine mehr-oder-weniger Freundin Yō ihn zurede stellen will, rastet er aus. Jeder weiß insgeheim, dass sie ihn liebt, aber er beleidigt sie und will sie loswerden. Der darauffolgende Zusammenbruch von Yō bringt Ōmi, ebenfalls ein Mädchen aus seinem engen Freundeskreis dazu, ihn zuhause zu besuchen. Dort wartet aber nicht Fuminori, sondern ein unidentifizierbares Monster, das Ōmi anfällt und tötet.

Als Fuminori Nachhause kommt, stellt sich heraus, dass Saya nur in seinen Augen ein Mädchen darstellt, aber ansonsten als ekliges Monster gesehen wird. Sie ist es, die Ōmi getötet hat und nun ihre Leiche frisst. Fuminori, der die Leiche natürlich nicht erkennen kann und auch sonst von seinem eigenen Essen extremst angewidert ist (bedingt durch seinen Unfall ist alles für ihn nur noch ungenießbar), setzt sich mit Saya zusammen und isst mit ihr die Leiche Ōmis, da ihr Fleisch das einzige ist, was ihm noch schmeckt.

Durch das Verschwinden von Ōmi fühlt sich Kōji, der letzte im Bunde des Freundeskreises und fester Freund von Ōmi gezwungen, Nachforschungen über Fuminori anzustellen. Er verfolgt ihn bis zu einem entlegenen Haus, das einem Biologen und Arzt namens Masahiko Ōgai, in dem er neben seltsamen Forschungen und einer seltsamen Umgebung auch eine Badewanne voll blutiger Knochen und anderer menschlichen Überresten findet.

In Sorge um ihren Freund suchen Kōji und Yō Dr. Ryōko Tanbo auf, die Ärztin die Fuminori behandelt. Obwohl sie den Namen Ōgai anscheinend schonmal gehört hat, weigert sie sich, ihnen mehr zu erzählen und meint, sie sollen es lassen.

Derweil experimentiert Saya: Sie fügt dem Nachbar von Fuminori den gleichen Schaden wie ihm zu, der daraufhin durchdreht. Er bringt erst seine komplette Familie um (da er diese als schreckliche Monster sieht) und fällt dann im Wahnsinn über Saya her, die er ebenfalls als kleines Loli-Mädchen sieht. Das Bild ist recht klischeehaft anzusehen, denn in den Augen von Fuminori, der wieder auftaucht, ist das schönster Tentakelrape. Was ihn dazu bewegt, das Monster umzubringen. Weil er ist ja ein Monster, ’ne?

Parallel dazu versucht auch Yō etwas über Fuminori in Erfahrung zu bringen und besucht ihn daher ebenfalls Zuhause. Natürlich wird auch sie von Saya überfallen, aber anstatt getötet zu werden, verwendet Saya sie für ihre Experimente. Um sie zu einer Sexsklavin für Fuminori zu machen. Denn Saya hat es geschafft, ihren Körper so umzuwandeln, dass sie in seinen Augen genau aussieht wie Yō.

An dieser Stelle fehlt ein Teil der Geschichte. Der Grund ist der, dass WordPress an dieser Stelle bereits das vierte(!) Mal die restlichen Absätze gefressen hat, weshalb ich nur noch schnell alles zusammenfasse: Fuminori wirft ungefähr zeitgleich Kōji in einen Brunnen, dieser stirbt fast, wird gerade noch von Ryōko(!) gerettet, die anscheinend leicht wahnsinnig ist, Ōgai zu finden, der Saya aufgezogen hat. Dann gehen beide zu Fuminori und Saya, alle sterben außer Kōji und alles ist Pusteblume scheiße, weil Kōji wahnsinnig geworden ist. Wer wissen will, was genau passiert ist, muss es selbst spielen, ich habe nun wirklich KEINEN BOCK MEHR ;_;.

Spoiler Ende

Eigentlich wollte ich Dome zwingen, den Rest zu schreiben, da hier beim Schreiben schon mal locker 17 Tage vergangen sind. Aber er wollte nicht.

Saya no Uta hat mir ziemlich gefallen. Entgegen meiner vorherigen Angabe wusste ich natürlich, dass es eine Horror-VN sein soll, war dann aber verwundert, dass der Horror ziemlich … lasch war. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber nachdem mir schon angeboten wurde, das ein wenig zu zensieren, hatte ich mir schon gedacht, dass fettester Horror kommt und nicht nur ein paar seltsam gezeichnete Monster. Sind Japaner da nicht so robust? Erwarte ich etwa das falsche von Horrorspielen? Erschrecken ist bei ner VN natürlich nicht ganz so einfach, aber trotzdem ;_;. Wo ich das jetzt gesagt habe, lässt sich das so zusammenfassen: Es war Horror da, aber easy genug, dass auch 12-jährige Kinder das mal eben spielen können. Die H-Szenen wären dann eventuell noch problematisch.

Wobei wir auch schon bei einem spannenderem Thema wären (für die, die es interessiert. Die anderen dürfen diesen Absatz gerne überspringen), dem Eroge-Teil des Spiels. Alle zusammengezählt gibt es vier teilnehmende Charaktere: Fuminori, Saya, Yō und der wahnsinnige Nachbar Fuminoris. Zwischen Saya (die definitiv nicht volljährig ist) und Fuminori gab es bei weitem die meisten Aktionen, bis in der Mitte des Spiels plötzlich Fuminoris Nachbar über Saya herfällt. Kurz darauf wird aus dem Blümchensex (*hust* von wegen) ein flotter Dreier, da Yō ja jetzt dabei sind. Wie viele Szenen es insgesamt gibt, habe ich nicht gezählt, aber es sind weder zu viel noch zu wenig. Genau richtig. Es sei denn, man mag sowas nicht, aber dann sollte man eh die Finger vom Spiel lassen😛.

Die Geschichte war … gut. Nicht sehr gut, aber gut. Zu Bemängeln habe ich nur, dass sie sich teilweise ein wenig gezogen hat und imo doch schon Potenzial verschwendet wurde. Davon abgesehen ist die Story wirklich exzellent geschrieben und die offenen Enden lassen wirklich nicht zu wünschen übrig. Das wahre Ending war btw. das beste, wirklich gut die Spannung erhalten und am Ende gut offen gelassen.

Die Charaktere waren ausnahmslos großartig ausgearbeitet. Besonders Fuminori, der ganz und gar nicht einem Standard-Protagonisten entspricht. Sein psychischer Zustand wurde gut dargestellt und man konnte über die gesamte Länge nachvollziehen, was in ihm vorgeht und warum er so handelt. Auch Sayas Persönlichkeit ist gut gezeichnet: Mal wirklich kindlich, aber an den passenden Stellen zeigt sich der Sadismus in ihrer anscheinend verspielten Persönlichkeit.

Ich möchte nicht auf alle Charaktere eingehen, aber es lässt sich definitiv sagen, dass auch sie sehr gut dargestellt wurden. Ein wenig überrascht hat mich der plötzliche Wandel von Ryōko, die erst eine stinknormale, besorgte Ärztin war und plötzlich ein absolut bad-ass Killergirl wurde. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie vorher noch nicht sehr stark zentriert wurde, ist der Wechsel nicht allzu schlimm. Und ein wenig Abwechslung in der Entwicklung passt ziemlich gut hinein, da die verbliebenen Charaktere entweder tot oder verschollen waren bzw. eine Änderung nun wirklich nicht mehr gepasst hätte.

Grafik: Jup. Nix auszusetzen. Schön gemacht, auch wenn der „Horror“ imo nicht wirklich horrormäßig war. Aus verschiedenen Reviews habe ich herausgelesen, dass einige das allerdings ziemlich psycho fanden, was mich mit der Zeit dazu bewegt zu denken, dass ich einfach schlimmes gewöhnt bin. Auch wenn ich nicht weiß, woher.

Zur Qualität der Übersetzung habe ich allerdings mehr zu sagen: Es empfiehlt sich, die JAST-Übersetzung zu spielen. Sie ist nicht so sehr besser, dass man das Spiel nochmal spielen müsste, wenn man nur den Fan-Patch gespielt hatte, aber stilistisch sind schon ein paar Dinge besser. Des weiteren sind die Grafiken unzensiert. Ich konnte allerdings noch herausfinden, dass die Höflichkeitsformen, die im Fan-Patch vorhanden waren, in der JAST-Übersetzung gefehlt hatten. Das bewirkt, dass der Nachbar kein Sama (oder was auch immer) sondern nur noch ein Mr. war. Aber wem das nicht allzu wichtig ist, dem sei wirklich die JAST-Übersetzung ans Herz gelegt😉.

Jo! Was gibt es noch zu sagen? Spielt das Ding. Es lohnt sich wirklich, denn Saya no Uta gehört wirklich zu den besten VNs, die es gibt und wenn man nicht gerade ein 50 Stunden-Monster spielen möchte, empfiehlt es sich wirklich.

Hier noch ein paar Bilder, die ich definitiv nicht mehr unterbringen kann. Enthalten auf jeden Fall Spoiler, da ich sie aus den beiden verbliebenen Enden aufgenommen habe. Viel mehr gibt es eh nicht zu sehen, da ich weder Gore noch Hentai zeigen will.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Saya no Uta, auch Song of Saya genannt, ist eine Horror-Visual Novel von Nitroplus. Die Originalversion wurde 2003 in Japan veröffentlicht und 2009 von Fans übersetzt. Im Jahr 2013 wurde die Fanübersetzung unter Führung von JAST-USA neu aufgelegt und offiziell veröffentlicht. Zu der Visual Novel ist auch noch ein dreiteiliger Comic erschienen. Für mehr Informationen, besuche den Wikipedia-Artikel oder den Eintrag in der VN-DB

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