Deutsutaku

Zynisch über Manga, Anime und das ganze Otaku-Zeug!

Motoko Kusanagi

Ghost in the Shell: Arise – Border 1: Ghost Pain

5 Kommentare

Der 50. Post! Das ging verdammt schnell *Korken-Knall* Und Dome kann nicht mal ordentlich feiern ;-;. (Because, you know: Zahnarzt)

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, GitS nur mit einem guten Sub zu schauen. Naja, ist anscheinend nichts drauß geworden ;-;.

Die Mitglieder von Section 9

Die Mitglieder von Section 9

Passend zum Thema fällt mir gerade auf, dass ich einen Ghost in the Shell-Bildschirmhintergrund anhabe. Hihi.

Ghost in the Shell: Arise ist das, was vermutlich niemand will:

  1. Es ist ein Prequel. Ich meine ehrlich mal. Wie unmotiviert ist das denn?
  2. Werbung. Ich meine, dass die Partnerschaft mit Microsoft schon vorher bekannt war, war mir auch klar. Aber wenn mir Werbung auffällt, ist das dann doch nervig. Schon vor dem Opening gab es eine Werbung für’s Surface.
  3. Es ist zu wenig ;-; Und es dauert bis zum nächsten Teil …

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Ansonsten ist die Story natürlich super. Zumindest mir als absoluter GitS-Fan gefällt sie😀. Man lernt die Charaktere von Sektion 9 in einer Zeit vor ihrer Einheit kennen. Da das ganze etwas in der Vergangenheit liegt, sehen die Charaktere natürlich teilweise ungewohnt anders aus.

Erste Szene und schon mächtig badass.

Erste Szene und schon mächtig badass.

Der Name der Episode deutet schon auf das Hauptproblem hin: Phantomschmerz. Hierbei ist nicht ganz genau der Schmerz oder die Gefühle gemeint, die bei Menschen mit Amputationen auftreten, sondern ungefähr das gleiche bei Cyborgs, deren Gehirn ihren Körper nicht mögen. Neben den Tod von Oberleutnant Mamuro, der die Hauptstory einnimmt, werden die Probleme von Kusanagi thematisiert, die Probleme mit ihrem Cyborg-Körper hat.

Le Story

Die Story spielt ein Jahr nach dem vierten Weltkrieg, als Mitglieder der Sektion 9 ein Grab ausheben wollen und von Motoko Kusanagi aufgehalten werden. Sie droht dem Section Chief Aramaki das Grab mit allen Mitteln zu verteidigen. Aramaki will aber mit ihr verhandeln und es stellt sich heraus, dass das Grab ihrem vorgesetzten gehört, der ein paar Tage vorher erschossen wurde und nun aufgrund eines Tatverdachtes ausgehoben wird. Nachdem Kusanagi der weiteren Exhumierung zugestimmt hat, treffen sie auf einen Sarg; Allerdings ist statt des erwarteten Mamuro eine Personenlandmine (Eine Mine im Format eines menschenähnlichen Cyborgs) in dem Sarg und greift die Gruppe sofort an. Nachdem bis auf Aramaki alle Mitglieder von Sektion 9 besiegt wurden und Kusanagi ihre Waffe verloren hat, löst die das Problem, indem sie den zur Exhumierung verwendeten Bagger hackt und die Mine mit ihm trifft.

Nach diesem Vorfall beschäftigt sich auch Kusanagi mit dem Fall von Mamuro, hat dabei aber nicht nur mit Verheimlichungen, sondern auch mit ihrem Körper zu kämpfen. Dieser gehorcht ihr teilweise nicht mehr und sie sieht „Gespenster“, nämlich ist sie öfters der Meinung in ihrem Zimmer eine solche Landmine zu sehen, wie sie auch im Grab vom Oberleutnant lag.

Lustigerweise passiert nicht mal viel, was man groß beschreiben könnte (was mir auch bereits im Standalone Complex) aufgefallen ist): Kusanagi forscht nach und findet nach und nach Hinweise, dass der Mord eventuell von ihrer eigenen Militäreinheit verübt wurde. Auf ihrer Suche trifft sie auch auf Batou, der selbst Kusanagi verdächtigt oder Pazu, der als Polizist Undercover um den gleichen Fall arbeitet.

Es stellt sich heraus, dass der Verlauf der letzten Tage nicht ganz so ist, wie Kusanagi denkt: Anstatt nach dem Tod von Mamuro erreicht sie die Stadt schon vier Tage vorher und erhält auch keine Pistole oder einen Datenträger. Stattdessen findet sie die Pistole bei Oberleutnant Mamuro, direkt nachdem sie sich bei ihm mit einem Virus angesteckt hat, der ihre Erinnerungen ändert.

Wie es am Ende genau ausgeht verrate ich heute mal nicht, weil ich fies bin😉.

Der Anime an sich

Joa, großartig. Stilmäßig genau das, was man von Ghost in the Shell erwarten würde: Ein Rätsel, das sich um mächtigen Cyberkram dreht und auch gut verwirren kann, eine fast perfekte Thematisierung der „Phantomscherzen“ (Imo ging das teilweise ein wenig schnell, was es dann ein wenig runtergezogen hatte), und eine ziemlich gute Zeiteinteilung, wenn es um ruhigere Szenen der Ermittlung bzw. um schnelle Kampfszenen geht.

Die Charaktere wurden ziemlich gut dargestellt, auch wenn Kusanagi meiner Meinung nach wirklich etwas zu unerfahren und weich rüberkommt. War sie in Ghost in the Shell noch die hammerharte Kriegerin, die sich von nix und niemandem unterkriegen lässt, kuscht sie hier teilweise wirklich vor dem Militär, ohne großen Willen zu zeigen, etwas an ihrer Situation zu verändern. Die anderen Charaktere sind wirklich genau so dargestellt wie man es erwarten würde: Der kalkulierende Aramaki, Batou, der natürlich wieder viel zu impulsiv ist, Pazu als ruhiger, etwas scheinheiliger Typ war auch dabei (ehrlich: Wenn GitS irgendwann mal realverfilmt werden sollte, will ich ihn mit Joseph Gordon-Levitt besetzt sehen) und Togusa spielt wieder den ruhigen, aber stets suchenden Polizeiermittler.

Ebenfalls die Kampfszenen: Bien. Der gute alte Augenhack gegen Batou wird nie alt (das letzte mal ist aber auch schon ne Weile her :D) und auch seine Antwort lässt gewohnt grüßen.

Da versinkt Kusanagi einfach mal in der Wand.

Da versinkt Kusanagi einfach mal in der Wand.

Die Feindberührungen genau wie die Zerstörung der Cyborg-Körper ist auch großartig dargestellt, man fühlt sich wieder direkt wie im guten alten Film🙂. Das kann ich gar nicht gut beschreiben, da müsste man wirklich den Film sehen (und ein Standbild drückt es auch nicht aus). Aber wer den ersten Film gesehen hat, sollte wissen was ich meine🙂. (Man denke besonders an die Kampfszene mit dem Kampfroboter.)

Das einzige, was mich gestört hat, war wirklich vermeidbar gewesen und das habe ich bereits angemerkt: Werbung. Gut, ich habe mir auch ein Surface bestellt (mit 50% Rabatt aber nur), aber so gut, dass die Armee auch noch 2027 diese Dinger einsetzt, sind die nun auch nicht o_o. Auch dass bereits vorher ein reinster Surface-Werbespott gedreht wurde, ist schon komisch. Und ganz seltsam: Die haben alle super-technische Geräte im Kopf, die vermutlich stärker sind als mein Rechner und benutzen Tablets? Warum?

Ebenfalls nicht pralle (und 100% mein eigener Fehler!) war die Qualität des Subs. Ich bin ja kein Grammar-Nazi (doch bin ich, aber bspw. mit NanaOne kann ich nicht mithalten), aber manchmal gab es schon Stellen, wo ich mir an den Kopf geschlagen habe. Und dann diese schreckliche Schrift … Zwischendurch scheint es auch Encoding-Fehler gegeben zu haben, denn egal was für einen Player ich benutzt habe, es gab immer an den gleichen Stellen Fehler. Aber naja, für den Film hat’s gereicht.

Auch wenn ich mich gerade lieber mit dem Wort „Fanboooooooooooooy“ vom Dach stürzen sollte: Ungemein zu empfehlen, besonders wenn man die Vorgänger mochte. Im besten Fall aber noch warten, bis ordentliche Subs rausgekommen sind, weil ganz so toll war des jetzt nicht.

Ghost in the Shell: Arise ist eine vierteilige Reihe, die ein Prequel zum populären Ghost in the Shell-Animefilm darstellt. Der erste Teil „Border 1: Ghost Pain“ ist in der Sommer Season 2013 erschienen und wurde bisher von Rorikon Fansub League gesubbt, Nanaone plant ebenfalls, die vier Teile zu subben.

5 thoughts on “Ghost in the Shell: Arise – Border 1: Ghost Pain

  1. Was mich stört sind die Unterschiede zu Serie. zb. Kusanagi hatte nach eine Flugzeug Absturz eine vollständigen Cyborg-Körper erhalten (Serie) und nicht schon bei der Geburt (Arise).

    • Stimmt, das ist mir gar nicht aufgefallen :O. Ist doch schon zu lange her, dass ich die Serie gesehen habe, sollte ich vielleicht nochmal nachholen😀.

    • Mir fällt gerade ein, dass das schon Sinn ergibt. Immerhin wurden ihre Erinnerungen verändert, was ja anscheinend ihre kompletten Erinnerungen an die Kindheit verändert hat, weshalb sie vermutlich einfach etwas Falsches erzählt hat^^.

  2. Pingback: Microsoft Surface | Deutsutaku

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