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Das Cover von Band 7

Mirai Nikki Band 7

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Bereits seit einiger Zeit lese ich die Mangareihe Mirai Nikki (dt. Zukunftstagebuch) von Sakae Esuno, hier eine kurze Übersicht.

Das Cover von Band 7

Das Cover von Band 7

Mirai Nikki handelt von Yukiteru „Yuki“ Amano, einem vierzehn Jahre altem Schüler, dessen einzige Freunde die vermeintlich imaginären Deus Ex Machina, Gott von Raum und Zeit, und Murmur, die Dienerin von Deus sind. Seine Zeit verbringt er entweder damit, Dart zu spielen, oder (wesentlich häufiger) belanglose Dinge, die um ihn herum geschehen, in sein Handytagebuch zu schreiben.

Eines Tages teilt Deus ihm mit, dass er Teilnehmer eines großen Spiels der Tagebuchträger ist, einem Spiel auf Leben und Tod, dessen Preis die Position als neuer Gott von Raum und Zeit ist. Das besondere der Tagebuchträger ist, dass ihre Tagebücher sich bis zu 90 Tage in die Zukunft selber schreiben, und sie somit in einem begrenztem Umfang in die Zukunft schauen können.

Schnell findet er heraus, dass seine Klassenkameradin, Yuno Gasai, ebenfalls eine Tagebuchträgerin ist, sich aber anstatt aufs Töten auf den Schutz von Yuki festlegt. Mal mehr mal weniger zusammen kämpfen sie gegen andere Tagebuchträger oder verbünden sich mit ihnen, um ihr Ziel zu erreichen. Anfangs legt Yuki keinen Wert darauf, Gott zu werden, ändert seine Meinung aber im Laufe des Spiels, besonders weil das Spiel innerhalb von den 90 Tagen abgeschlossen werden muss, da sonst die Apokalypse droht.

Bis zum Band Sieben sind bereits viele der Tagebuchträger ausgeschaltet. Es hat sich herausgestellt, dass Yuno anscheinend wahnsinnig ist, da sie um alles in der Welt versucht, Yuki nur für sich zu haben. Dabei verletzt sie mehrmals Freunde von ihm und ist öfter kurz davor Leute aus Yukis Umfeld zu töten. In Band 6 hat sie ihn sogar als Geisel genommen, was dazu führte, dass Yuki die Pseudobeziehung, die er aufgebaut hatte, um seine Freunde zu schützen, beendet hat.

Yuki wendet sich von Yuno ab. In der deutschen Übersetzung wesentlich gelungener-

Yuki wendet sich von Yuno ab. In der deutschen Übersetzung wesentlich gelungener.

Band 7 setzt da an, wo Band 6 aufgehört hat: Im Kampf gegen Nr. 7 steht Yuki vor der Entscheidung, Yuno freizulassen, um gegen die beiden kämpfen zu können. Nachdem die beiden aber fliehen ohne Nr. 1 und Nr. 2 umzubringen, aber ihre Tagebücher mitnehmen, landen sowohl Yuno und Yuki, als auch Mao-chan und Hinata im Krankenhaus. Dort taucht plötzlich Minene Uryu in ihrer bereits bekannten Verkleidung als Krankenschwester auf und erklärt Yuki von dem vermeintlichem Geheimplan, der ihm im Kampf gegen Nr. 7 helfen soll.

Und es tritt auf: Yukis Vater.

Yukis Vater, Kurou Amano

Yukis Vater, Kurou Amano

Dieser trainiert als erstes zusammen mit Yuki und Minene und haut Yuki dabei ziemlich übers Ohr. Als Wette haben sie abgeschlossen, dass wenn Yuki sich im Training besser anstellt als sein Vater, seine Eltern sich wieder vertragen und sie sich alle gemeinsam den Sternenhimmel anschauen können, was Yukis größter Wunsch ist.

Kurz darauf treffen Yuki, Yuno und die beiden Nr. 7s im Sakurami Tower aufeinander. Dort klärt sich die Geschichte der beiden von ihren Eltern allein gelassenen Nr. 7s und man kann erkennen, dass sie genau an diesem Ort gerade ihre Heirat abgehalten haben. Wo auch immer der Standesbeamte abgeblieben ist.

In dem Kampf darauf stellt sich heraus, dass Yukis Vater, wie Yuno ihm vorher bereits verraten hat, nur gekommen ist, um sein Handy zu zerstören, da ihm dafür seine Schulden von 3 Millionen Yen getilgt werden.

Daraufhin kämpfen Yuki und Yuno gegen Nr. 7 und gewinnen durch eine Finte, indem sie ihre Tagebucheinträge fälschen. Dabei flieht Yukis Vater mit einem von zwei Fallschirmen von dem einstürzenden Turm, nicht daran interessiert, was mit seinem Sohn oder den anderen passiert. Yukis Mutter, die am Fuß des Turmes auf die Explosion aufmerksam geworden ist, erkennt, dass ihr Ex-Mann versucht zu fliehen und will ihn stellen. Als Yuki und Yuno sicher am Fuße des einstürzenden Turmes ankommen, erfahren sie, dass Yukis Vater seine Mutter zu Tode gestochen hat.

Yuki erkennt den Tod seiner Mutter

Yuki erkennt den Tod seiner Mutter

Zu den Charakteren:

Yukiteru Amano

Mensch, ist das eine Lusche!😀 Ehrlich gesagt ging er mir anfangs ziemlich auf die Nerven, weil in den ersten Folgen ständig seine Ängste und Probleme portraitiert wurden. Später zeigt sich aber, dass auch er einiges auf dem Kasten hat und gut in dem Spiel mitspielen kann.

Sein größter Wunsch ist es, dass er mit seinen geschiedenen Eltern einmal zusammen den Sternenhimmel anschauen kann, wie sie es ihm versprochen hatten. Er lebt bei seiner meist abwesenden Mutter, die allerdings dazu neigt nach langer Zeit unangekündigt Urlaub von ihrem Job als Spieleentwicklerin freizunehmen, um Yuki zu besuchen. In Band 7 taucht auch sein Vater auf, welcher ihm verspricht, mit Yukis Mutter zu sprechen. Stattdessen bringt er sie allerdings in einem Streit um, weshalb Yuki versucht, ihn zu stellen.

Anfangs der Serie hat Yuki keinerlei Freunde. Dann bemerkt er, dass Deus, den er immer für imaginär gehalten hat, anscheinend realer ist, als ihm lieb ist. Auch als Yuno ihm offenbart, dass sie nicht einfach nur eine Musterschülerin ist, sondern auch eine Tagebuchträgerin, ist er nicht sonderlich erfreut sondern fürchtet sich vor ihr, da sein Tagebuch bereits das erste Dead End anzeigt, ein gutes Zeichen dafür, dass man bald stirbt. Zusammen mit Yuno schafft er es aber, dieses abzuwenden und damit das erste Wunder zu vollbringen.

Im Laufe der Geschichte findet er neben Yuno auch weitere Freunde, darunter ein Mitschüler, der ihn öfters gemobbt hat, Kosaka, und die Schüler seiner neuen Schule Hinata, Mao und Aru Akise. Diese versucht er immer zu schützen, was aber eher selten gelingt, da besonders die beiden Damen Hinata und Mao erstaunlich oft verletzt werden.

Yuno Gasai

Nur ein Wort: Yandere! Die zweite Tagebuchträgerin ist eine starke Kämpferin und großartig im Umgang mit Messer und Pistole, was man leider zu häufig sieht. Während Yuki öfter versucht, sie von dummen Aktionen abzuhalten, sieht sie die einfachste Lösung meist darin, den Gegner, bzw. Leute, die ihr im Weg stehen, umzubringen. Dabei macht sie auch nicht vor den Freunden von Yuki halt, kann aber glücklicherweise noch von ihm abgehalten werden.

Sie wünscht sich nichts mehr als eine Beziehung mit Yuki und wird daher jeden aus dem Weg räumen, der ihr dabei im Weg steht.

Was genau mit ihr los ist, weiß man zu Band 7 noch nicht genau; Aber anscheinend hat sie ihre Eltern umgebracht und die Leichen in ihrem Haus versteckt. Desweiteren scheint sie an einer Art Amnesie zu leiden, die sich besonders in ihren Wahnsinnsphasen besonders zeigt. Ihre Vergangenheit wird genauer in Band 8 gelüftet.

Minene Uryu

Nummer Neun ist definitiv meine Lieblingsfigur in der Serie. Die Terroristin, die ihr Tagebuch dafür verwendet, um eine Fluchtmöglichkeit aus jeder Situation zu entkommen, verliert bei dem Versuch, Yuki an seiner Schule umzubringen, ihr rechtes Auge. Sie schließt im Verlauf der Geschichte verschiedene Bündnisse mit verschiedenen Tagebuchträgern, beispielsweise ein Bündnis mit Kommissar Kurusu, dessen Sohn todsterbenskrank ist. Im Austausch für das Versprechen, dass sie, sollte sie Gott werden, seinen Sohn rettet, liefert der Kommissar ihr Polizeiinformationen.

Später schließt sie ein Bündnis mit Yuki und Yuno um zu überleben, und hilft Yuki sogar kurzzeitig gegen eine derzeit noch unbekannte Gegenleistung.

Das Cover von Band 1

Das Cover von Band 1

Resumé

Mirai Nikki ist ein wirklich schöner Manga. Anfangs haben mich die Hauptcharaktere wirklich ein wenig gestört – Die leicht nervige Yuno, die sich aber mittlerweile wirklich schon zu einer super passenden Antagonistin entwickelt hat, und Yuki, der anfangs wirklich als absoluter Trottel aufgetreten ist – aber mittlerweile gefallen auch die mir. Die Story ist wirklich gut, der Mechanismus des in-die-Zukunft-schauens ist ein wirklicher Twist in der Story, der das ganze wesentlich spannender macht.

Ein wenig stört mich, dass es eigentlich immer das gleiche ist: Die beiden treffen auf einen Feind, der erst überstark scheint, dann schaffen sie es durch eine Täuschung, den Feind auszutricksen und gewinnen so doch den Kampf. Nebenbei wird immer wieder mal die Thematik von Yunos Wahnsinn gezeigt, aber an sich bleibt es das gleiche. Trotzdem ist es spannend, neue Tricks zu sehen, auch wenn diese teilweise zu schnell aufgedeckt werden. Dennoch sind es nicht gerade zu offensichtliche Tricks, die zumindest ich bisher nicht sofort durchschaut habe😀.

Am Ende eines jeden Bandes sieht man Murmur, die Dienerin von Deus, wie sie ein Gespräch mit einem der Tagebuchträger hat, in dem sie dem jeweiligen Gesprächspartner mitteilt, dass er oder sie an dem Spiel teilnimmt. Das zeigt nochmal die verschiedenen Tagebuchträger in einem persönlicherem Licht, das man so vielleicht gar nicht im Manga gesehen hat, wie beispielsweise beim zwölften Tagebuchträger, der doch ziemlich schnell durch seinen Selbstmord gestorben ist.

Allgemein bewerte ich den Manga als wirklich lesenswert!

Mirai Nikki wurde von Sakae Esuno zwischen 2006 und 2010 für den Verlag Kadokawa Shoten geschrieben und bei Shōnen Ace veröffentlicht. Die 14 Ausgaben sind auch in Deutschland für 7,50€ in jedem gutem Buchladen erhältlich. 2011-2012 wurde ein 26 Episoden langer Anime vom Studio asread produziert.

Anfang 2010 wurde ein Adventure namens Mirai Nikki: 13-nin-me no Nikki Shoyūsha für die Serie von Kadokawa Shoten für die Playstation Portable veröffentlicht. Das Spiel erweitert die Geschichte um einen dreizehnten Tagebuchträger.

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